Ulrik Happy Dannenberg

Künstlerportrait

Ulrik Happy Dannenberg’s Sicht der Dinge tendiert ins Extreme. Seine Süßwaren-Skulpturen und Bilder sind eine auf die Spitze getriebene Ironisierung des Konsumzwanges, der einen Großteil unseres Alltags so gut im Griff hat, ob wir wollen oder nicht. „Konsum ist Glück“ – die Botschaft, die uns täglich auf mehr oder weniger subtile Weisen suggeriert wird, wird hier durch knallbunte Farbigkeit und schieren Glanz so stark komprimiert und überhöht, dass alle Kritikfreudigkeit am Konsum in den Hintergrund tritt und Platz macht nur für eines: Appetit. Und zwar auf die Instantportion Glückseligkeit. Allerdings muß im selben Moment festgestellt werden, daß die unerreichbar ist, eingeschlossen in synthetischem Material. Hier weicht der Appetit wieder dem Nachdenken über den Konsum. Entsteht Konsumlust aus uns heraus, oder ist es pure Suggestion, die uns verführt?

Reflektiert auf die Konsumgesellschaft, in der wir leben – das zentrale Thema Ulrik Happy Dannenbergs – stellt uns der Künstler die Frage nach Echtheit und Langfristigkeit des Glücks. Er arbeitet konzeptuell mit Vorhandenem, das in einen neuen Zusammenhang gestellt wird. Eine absolut postmoderne Art künstlerischer Auseinandersetzung mit der Gegenwart, in der wir uns bewegen. Süßwaren stellen als in die Inszenierung integrierte Ready-Mades den Hebelpunkt dieser ganz besonderen Glücksformel dar.

Alles wird gut – das wußte man ja schon als Kind, sobald das Süße ergattert war. Oder, in den Worten Ulrik Happy Dannenbergs: „schön + lecker = happy“ kvb

 

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